| Nichtmitglieder | €3.00 |
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Die von mir geführte deutsch/niederländische Grenztour verläuft zunächst am Nordhorn-Almelo Kanal entlang nach Denekamp. An den Watermolen Singraven gönnen wir uns eine kurze Pause. Weiter geht es dann über schöne, verkehrsarme Straßen in Richtung Ootmarsum. Hier bietet sich eine längere Pause an, die uns Gelegenheit bietet, sich den schönen Ort Ootmarsum mit den vielen Kunstgalerien anzuschauen. Nach weiteren 3 km erreichen wir Springendal, für mich die schönste Naturlandschaft im Umkreis. Über die Paardensenke, eine Heidelandschaft mit Hünengräbern, erreichen wir Hesingen, von dort aus über Hardingen, Lage zurück nach Nordhorn.
Tourenleitung: Walter Koop
"Erinnerungen und Geschichten aus 30 Jahre ADFC Grafschaft Bentheim"
Manchmal stolpert man beim Radeln über Geschichten, die eigentlich viel zu groß sind für den kleinen Stein am Wegesrand, der sie markiert. So einer steht zwischen Denekamp und Oldenzaal, genau da, wo der Anstieg beginnt und man sich fragt, ob man wirklich so viele Gänge braucht. Zwei junge Kerle aus der Gegend hätten darüber 1936 vermutlich nur gelacht. Sie hatten nämlich gar keine. Keine Gänge, keine Hightech-Ausrüstung, keine GPS-Tracks – und, ehrlich gesagt, nicht einmal eine richtige Bekanntschaft miteinander. Was sie verband, war schlicht: Bock aufs Radfahren.
Also trafen sie sich spontan an diesem Punkt, schwangen sich auf ihre schweren Hollandräder, packten ein Zelt drauf – und radelten los. Richtung Jerusalem. Ohne großen Plan, dafür mit viel Mut und wahrscheinlich noch mehr Naivität. Monate später kamen sie tatsächlich an und schrieben danach ein Buch darüber: „Met fiets en tent naar de Orient“. Allein der Titel macht schon Lust, den Lenker zu greifen. (Allerdings wurde das Buch nur in niederländischer Schrift herausgegeben und ist inzwischen nicht mehr zu kaufen)
Als ich das Buch gelesen hatte, war klar: Diese Strecke musste ich auch mal fahren. Aber natürlich moderner – in Etappen, mit Liegerad und ein bisschen mehr Vorbereitung. Wie man das heute so macht, wenn man so einen Plan verfolgt.
Seitdem habe ich diesen Platz mit mehreren Gedenksteinen und einer Inschrift oftmals besucht. Besonders bei ADFC-Touren. Ich stehe dann davor, erzähle die Geschichte der beiden jungen Niederländer. Und jedes Mal merke ich, wie mich dieser Ort wieder einfängt. Es ist Respekt, ein bisschen Staunen – und vielleicht auch der Gedanke, dass Radfahren manchmal keine perfekte Ausrüstung braucht, sondern einfach nur das Gefühl: „Komm, wir probieren’s aus.“
Und auch ich habe ein Buch über diese Reise nach Jerusalem und meine anderen Radreisen geschrieben: „Die außergewöhnlichen Radtouren eines Bürokraten“
| Geeignet für | Besondere Zielgruppe | Typen (nach Dauer und Tageslage) |
|---|---|---|
|
Alltagsrad Liegerad Mountainbike Pedelec Tandem |
Familien Senioren |
Halbtagestour |
| Tourlänge | Geschwindigkeit | Oberflächenqualität | Anstiege | Höhenmeter |
|---|---|---|---|---|
| 40 km | 17 km/h | fester Belag | flach | 0 m |