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Öfter mal was Neues!
Für "Frühaufsteher", die den Sonntag an der frischen Luft beginnen wollen, bietet sich dieses neue Angebot des ADFC an. Aktiv in den Tag starten und nette Leute treffen, viel besser kann ein Tag doch kaum beginnen. Die Tour ist eine Fahrt ins Blaue und wird ca. 30km lang sein.
Tourenleiter: Herbert Geisen (zertifizierter ADFC Tourguide)
Erinnerungen und Geschichten an 30 Jahre ADFC Grafschaft Bentheim
Bei dem Wort "Frühaufsteher" kommen mir Erinnerungen an unsere erste "Nachttour" hoch.
Die Idee zur Tour kam aus meinen eigenen Erfahrungen als Liegeradler. Ich war früher mehrere „Brevets“ (Langstreckenradtouren über 200/300/400/600 km) gefahren. Diese langen Radstrecken bei Tag und Nacht. Alleine oder in kleinen Gruppen. Und irgendwann merkte ich: Die Nacht auf dem Rad ist etwas Besonderes. Die wenigen Minuten völliger Stille, wenn selbst die Vögel verstummen. Kein Auto. Kein Wind. Und dann, fast wie auf Kommando, das Vogelkonzert setzt innerhalb von wenigen Minuten wieder ein. Laut. Fröhlich. Unüberhörbar. Das wollte ich mit anderen interessierten Radfahrern teilen.
Also planten wir eine ADFC-Nachttour. Mit langer Pause am Lagerfeuer. Gitarre. Romantik. Zumindest war das der Plan. Aber alles kam anders als geplant.
2-3 Tage vor der nächtlichen Tour hatte mein ältester Sohn beim Rennradtraining einen lebensgefährlichen Unfall. Da war für mich an Nachttour erst einmal nicht zu denken. Mein Kopf war damals ganz woanders. Zwei Tourenleiterinnen sprangen kurzfristig ein: Philomena Pesch und Bernhardine Horstmann (ADFC- Gründungsmitglieder und beide inzwischen verstorben). Ohne großes Aufheben. Einfach so. Eine Nachttour, unbekannte Strecke, kaum Vorbereitungszeit. Heute weiß ich: Das war alles andere als selbstverständlich. Und ich habe bis heute großen Respekt vor dem Mut und dem Engagement dieser beiden Frauen.
In den Folgejahren wurde das Konzept entschärft. Vor allem zeitlich. Start war dann erst um 4:30 Uhr in Neuenhaus. Die Nordhorner kamen natürlich standesgemäß mit dem Rad.. Sehr früh. Sie mussten aufpassen, nicht mit den Heimkehrern aus dem „Schwalbennest“ zusammenzustoßen. Zwei Welten. Gleiche Uhrzeit.
Wir fuhren vom Treffpunkt K&K Neuenhaus erst nach Westen. Logisch. Damit wir bei der Rückkehr dem Sonnenaufgang im Osten entgegen „rollen“ konnten. Das fühlt sich einfach richtig an. Ziel war dann das Gemeindehaus der katholischen Kirche in Neuenhaus. Dort hatte ich am Abend vorher schon alles vorbereitet, Tische und Stühle aufgebaut, Käse, Aufschnitt, Marmelade eingekauft. . Brötchen wurden bei mir zu Hause vorbereitet. Meine Frau hatte sie früh morgens frisch aufgebacken und vor die Haustür gestellt. Selbstbedienung.
Gegen acht Uhr saßen wir beim Frühstück. Müde. Glücklich. Leicht verfroren. Und ein bisschen stolz. Es gab heißen Kaffee oder Tee. Manchmal auch ein glas Sekt. Danach ging es nach Hause. Die Sonne stand inzwischen ganz normal am Himmel. Aber wir wussten: Wir waren ihr entgegengefahren. Und das reicht.
| Geeignet für | Typen (nach Dauer und Tageslage) |
|---|---|
|
Alltagsrad Anhänger / Dreirad Liegerad Mountainbike Pedelec Rennrad Tandem |
Halbtagestour |
| Tourlänge | Geschwindigkeit | Oberflächenqualität | Anstiege | Höhenmeter |
|---|---|---|---|---|
| 30 km | 18 km/h | fester Belag | flach | 0 m |