Fahrraddemo – Verkehrswende statt Radwegende
Am Sonntag, den 14. Juni 2026 führen der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. und der VCD Aschaffenburg-Miltenberg e.V. eine Raddemo durch.
Unsere Strecke
Vom Schlossplatz an der Stadthalle Aschaffenburg fahren wir zunächst auf der B 8, machen im Bereich Horchstraße/Linkstraße/Mainaschaffer
Straße die Wende und fahren die B 8 wieder bis zum Kreisverkehr Hanauer Straße Bahnparallele. Anschließend geht es dann über die
Ebert- und Adenauerbrücke zurück durch die Stadt Aschaffenburg.
Abfahrtzeiten
Der Start der Raddemo ist um 15 Uhr auf dem Marktplatz in Aschaffenburg (Schlossplatz). Es gibt eine Start- und eine Schlusskundgebung. Bei
der Kundgebung um 15 Uhr sprechen Dennis Handt (VCD) und Tino Fleckenstein (ADFC).
Worum geht es?
Gute Infrastruktur für den Radverkehr
Wir wollen eine gute Infrastruktur für den Radverkehr. Vor genau zwei Jahren wurde die Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg Aschaffenburg-Hanau vorgelegt. Die für den Radschnellweg im Aschafftal bis Hösbach liegt schon länger vor. Das Land Bayern hatte einen Ausbauplan Radverbindungen vorgelegt, in dem die Abschnitte Aschaffenburg-Kleinostheim und Aschaffenburg-Hösbach als Projekte aufgeführt sind. Das Vorlegen einer Machbarkeitsstudie ist eben noch keine umgesetzte Maßnahme und wie aktuell zu sehen ist geht es aktuell immer noch nicht voran.
Es fehlt ein integrativer Ansatz alle Verkehrsarten gleich von vorne herein mitzudenken und setzt statt dessen die Fehler der 60er Jahre fort, eine Zeit in der das Auto Maß aller Dinge war. Dies konnten wir in den letzten Monaten bei mehreren Projekten des staatlichen Bauamtes sehen. U.a. die Umgehung Karlstein ohne vollständigen Radweg, die Situation des Radweges entlang der B 26, der teilweise nicht benutzbar ist, sind Beispiele dafür. Für den Kraftverkehr werden Fahrbahnen saniert, wie auch auf der B 8 – der Radverkehr zwischen Mainaschaff und Kleinostheim wird weiter über eine defekte Strecke unter der Autobahn entlang geführt.
Mittlerweile haben viele Menschen erkannt, dass z.B. mit dem Rad eine attraktive Alternative vorhanden ist. Die Menschen wollen mit dem Rad fahren und dafür brauchen sie eine gute und sichere Radinfrastruktur. Damit sollte im Rahmen der Möglichkeiten begonnen werden und eine Umsetzung nicht weiter vertagt werden. Das Remosi-Gutachten hat einige gute Ansätze. Wie es in der Realität aussieht, ist an dem langsamen oder gar keinem Vorankommen mit den Radschnellwegen oder den im Remosi-Gutachten genannten zusätzlichen Mainbrücken zu sehen.
Das Radverkehrskonzept des Landkreises Aschaffenburg lässt ebenso deutlich Luft nach oben. Mit den eher zurückhaltenden Planungen lässt sich die beschlossene Zielsetzung Verdopplung des Radverkehrs im Landkreis bis 2035 kaum erreichen. Hierzu braucht es eine gute, einladende und alltagstaugliche Radinfrastruktur. Ca. 140 km Forstwege im Radwegenetz des Landkreises zählen dazu nicht. Notwendig wäre eine Priorisierung entlang der Achsen mit den meisten Einwohnern um schnell Mengeneffekte zu erzielen.
In der Stadt Aschaffenburg wurde einiges für den Radverkehr umgesetzt. Nach über 10 Jahren wird es aber Zeit das Radverkehrskonzept auf die aktuellen Erfordernisse durch deutlich mehr Radverkehr fortzuschreiben.
| Aktionen, bei denen Rad gefahren wird |
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Fahrrad-Demo |