Demo Night Rave – Fahrraddemonstration mit Musik
Datum: Freitag, 11. September 2026
Start: 19:40 Uhr, Platz der Wiedervereinigung
Ende: ca. 21:00 Uhr, von-der-Leyen-Platz
Veranstalter: Fridays for Future Krefeld, ADFC Krefeld, SocialKride, Lasten-Zauber
Lokaler Anlass ist die erneute Beratung über die Verwendung des knapp 127 Mio Euro unfassenden Sondervermögens für Infrastruktur am 15. September, von welchem ein Teil für Verkehrsinfrastruktur ausgegeben werden kann. Weder im Kernhaushalt noch im zunächst beschlossenen Entwurf waren Gelder für neue Radwege enthalten. Die Organisator*innen wollen mit ihrem Nightrave ein Zeichen dafür setzen, dass ein angemessener Teil des Sondervermögens auch für Radinfrastruktur verwendet wird.
„Jetzt entscheidet sich, welche Infrastruktur unsere Stadt für die nächsten Jahrzehnte bekommt. Dieses Geld muss langfristig gedacht und nachhaltig investiert werden und die Generation in den Blick nehmen, die es abbezahlt. Wir brauchen dringend mehr Flächengerechtigkeit und die Verkehrswende für den Klimaschutz. Damit sind ja auch zahlreiche weitere Vorteile verbunden, wie zum Beispiel weniger Lärm, bessere Luftqualität und vieles mehr“, sagt Philipp Deißmann von Fridays for Future Krefeld.
Auch Andreas Domanski stellt klar, dass Investitionen in sicher und durchgängige Radwege in Krefeld überfällig sind: „Wir brauchen keine einzelnen Pinselstriche, die irgendwo anfangen und plötzlich wieder aufhören. Wir brauchen ein zusammenhängendes, sicheres und gut geplantes Radwegenetz. Die Kinderunfälle in Krefeld nehmen nicht ab - die Stadt muss endlich anpacken und in die Umsetzung gehen. Das kostet Geld und muss nun eingeplant werden."
Ergänzt werden diese Perspektiven aus unternehmerischer und sportlicher Sicht.
Das Start-Up "Lasten-Zauber" transportiert fast täglich Lasten durch Krefeld per Rad und wird auch beim Rave einen Teil der Musiktechnik transportieren. Stephan Kröske schildert: "Bei diesen Straßenverhältnissen habe ich häufig Sorge um meine eigene Sicherheit und auch um die Lebensdauer meines teuren Anhängers. Die Ware muss ich extra fest befestigen. Die Stadt muss endlich die passende Infrastruktur liefern!"
Rennradfahrerin Elâ Suerget organisiert die Krefelder Rennradcommunity SocialKride und erklärt: "Leider sind wir meistens froh, wenn wir aus Krefeld raus sind, denn dann wird es merklich besser. Für uns ist das so eine schöne, gemeinsame Art der Bewegung. Natürlich wünschen wir uns, dass die Stadt in diese Mobilitätsform investiert, ob auf dem Rennrad oder Hollandrad - wir brauchen hier alle eine bessere Infrastrukturqualität."
Unterstützt wird die Aktion vom Krefelder Stadtsportbund. Für diesen erklärt Jens Sattler: "Im Sportentwicklungsplan von Professor Lutz Thieme von der Hochschule Koblenz wurde in einer repräsentativen Umfrage für Krefeld Radfahren als Bewegungsform Nr. 1 eruiert. Somit ist es in Krefeld umso wichtiger, dass Menschen sicher und unkompliziert mit dem Fahrrad unterwegs sein können, was eine wichtige Voraussetzungen für mehr Bewegung im Alltag schafft. Gerade für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, Wege selbstständig und sicher mit dem Fahrrad zurücklegen zu können. Eine bewegungsfreundliche Stadt ist deshalb auch eine Stadt, die Lebensqualität und Gesundheit fördert.“
Da der Fahrradrave in die Dämmerung hineinführt, laden die Veranstalter alle Radfahrenden ein, ihre Fahrräder mit Lichterketten, bunten Laternen und kreativen Verkleidungen zu schmücken. Begleitet von Musik soll so ein buntes Ravegefühl auf Krefelds Straßen entstehen. Die Organisator*innen rufen alle Krefelder*innen auf, sich anzuschließen und gemeinsam für eine nachhaltige, sichere und zukunftsorientierte Verkehrspolitik - als rollende Party - durch die Straßen zu radeln.
| Geeignet für | Typen (nach Dauer und Tageslage) |
|---|---|
|
Alltagsrad Mountainbike Rennrad Liegerad Pedelec Tandem Anhänger / Dreirad |
Feierabendtour |
| Tourlänge | Geschwindigkeit | Oberflächenqualität | Anstiege | Höhenmeter |
|---|---|---|---|---|
| 16 km | 13 km/h | durchgehend Asphalt | flach | 0 m |