Das Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC

ADFC Kirchheim/Teck

Die Hanns-Martin-Schleyer-Brücke in Esslingen


Radtour mittel
So. 31. Juli 2022 09:00 - 15:00
Max-Eyth-Straße 16, 73230 Kirchheim unter Teck

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Hanns Martin Schleyer

Hanns Martin Schleyer (* 1. Mai 1915 in Offenburg als Hans Martin Schleyer; † 18. Oktober 1977 im Grenzgebiet von Frankreich zu Belgien[1]) war ein deutscher Manager und Wirtschaftsfunktionär, sowie ehemaliger SS-Führer und Mitglied der NSDAP. Von 1973 bis 1977 war er deutscher Arbeitgeberpräsident und seit 1977 Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Schleyers Entführung und Ermordung durch die Rote Armee Fraktion (RAF) während des sogenannten Deutschen Herbstes war der Höhepunkt einer der schwersten Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.



Herkunft
Schleyer war der einzige Sohn des Landgerichtsdirektors Ernst Schleyer und dessen Frau Helene (geborene Reithinger).
In der Geburtsurkunde wurde sein erster Vorname Hans mit nur einem n eingetragen.
Er selbst schrieb sich meistens als Hanns Martin Schleyer.

Ausbildung und politisches Engagement in nationalsozialistischen Organisationen
Nachdem Schleyer 1933 in Rastatt das Abitur abgelegt hatte, begann er an der Universität Heidelberg ein Jura-Studium.
Er war seit seiner Schulzeit Mitglied der Schülerverbindung Teutonia 1842 zu Rastatt und trat 1934 als Student dem Corps Suevia bei.
Zugleich war Schleyer auch in nationalsozialistischen Organisationen engagiert.
Zum 1. März 1931 trat er in die Hitlerjugend und am 30. Juni 1933 in die SS ein.

Im Frühjahr 1935 warf Schleyer einem anderen Corps des Heidelberger SC „mangelnde nationalsozialistische Gesinnung“ vor, weil es sich weigerte, jüdische Alte Herren auszuschließen.
Im weiteren Verlauf des Sommersemesters 1935 trat er unter öffentlichem Protest aus dem Corps Suevia aus.
1958 durfte er wieder eintreten und wurde später Vorsitzender des Altherrenvereins.
Am 15. Oktober 1977, während seiner Entführung, wählte das Corps ihn zum Ehrenmitglied.

Schleyer schloss sich dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund an und fand im Heidelberger Studentenführer und späteren Gauleiter Gustav Adolf Scheel einen ersten wichtigen Mentor.
Während der Auseinandersetzung um das Heidelberger Spargelessen, eine Reihe von gegen Hitler gerichteten Bekundungen Heidelberger Corpsstudenten, vertrat Schleyer entschieden den Standpunkt der Nationalsozialistischen Studentenschaft, deren Funktionär er wurde.
Er trat am 1. Mai 1937 in die NSDAP ein und wurde ab dem Sommersemester desselben Jahres Leiter des Heidelberger Studentenwerkes.
1938 beendete er sein Studium mit dem ersten juristischen Staatsexamen.

Nach dem Anschluss Österreichs war er ab dem Sommersemester 1938 auf besonderen Wunsch Scheels, mittlerweile Reichsstudentenführer, Leiter des Studentenwerks an der Universität Innsbruck.
Ende September 1939 erfolgte dort seine Promotion zum Dr. jur. nach österreichischem Recht.

Heirat und Kriegsdienst
Am 21. Oktober 1939 heiratete Schleyer Waltrude Ketterer (1916–2008), Tochter des Arztes und NS-Politikers Emil Ketterer.
Aus der Ehe gingen die vier Söhne Hanns-Eberhard (* 1944), Arnd (* 1949), Dirk (* 1952) und Jörg (* 1954) hervor.

Im Mai 1940 wurde Schleyer zu einer Gebirgsjägereinheit der Wehrmacht eingezogen und nahm an der Schlussphase des Westfeldzugs teil.
Bei den Vorbereitungen zur geplanten Invasion Großbritanniens stürzte der eher „unsportliche“ Schleyer bei einer Kletterübung an der nordfranzösischen Kreideküste im Herbst 1940 ab.
Er kugelte sich beide Arme aus und kehrte nach Innsbruck zurück, um dort seine Verletzungen auszukurieren.
Am 14. Mai 1941 wurde er auf Antrag seines Mentors Scheel als dienstuntauglich entlassen.
Scheel wollte Schleyer beim Studentenwerk in Prag einsetzen, nachdem die deutschen Prager Hochschulen in die Verwaltung des Deutschen Reiches übernommen worden waren.

Tätigkeit im deutschbesetzten Prag
Am 1. Mai 1941 übernahm Schleyer die Leitung des Studentenwerks der Deutschen Karls-Universität in Prag.
Am 1. April 1943 trat er als Sachbearbeiter in den Zentralverband der Industrie für Böhmen und Mähren ein.
Der Verband war unter anderem für die Arisierung der tschechischen Wirtschaft und die Beschaffung von Zwangsarbeitern für das Deutsche Reich zuständig.
Hier wurde er später Leiter des Präsidialbüros und persönlicher Sekretär des Präsidenten Bernhard Adolf.

Nachkriegszeit
Anfang Mai 1945, bei oder kurz vor Ausbruch des Prager Aufstands, verließ Schleyer die Stadt und floh zu seinen Eltern nach Konstanz.
Hier wurde er am 18. Juli 1945 von französischen Soldaten verhaftet und kam in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Aufgrund seines Ranges als SS-Untersturmführer war Schleyer drei Jahre lang in Baden interniert.
Am 24. April 1948 kam er frei. Sein Entnazifizierungsverfahren endete mit der Einstufung als Minderbelasteter, wogegen er Widerspruch einlegte.
Nach dem Revisionsverfahren galt er seit Dezember 1948 nur noch als Mitläufer.
Schleyer hatte bei den Angaben zur Person einen niedrigeren Dienstgrad angegeben, um das mögliche Strafmaß zu reduzieren:
Anstelle seines Rangs als SS-Untersturmführer notierte er SS-Oberscharführer.

Manager und Wirtschaftsfunktionär
Am 1. März 1949 begann Schleyer seine Tätigkeit als Referent bei der Industrie- und Handelskammer Baden-Baden.
Zum 1. Oktober 1951 wechselte er als Sachbearbeiter zur Daimler-Benz AG.
Hier übernahm er im Mai 1953 die Leitung des Hauptsekretariats und war zugleich Assistent des Vorstandsvorsitzenden Fritz Koenecke.
Durch Protektion Koeneckes stieg Schleyer rasch auf; ab dem 1. Januar 1956 war er Leiter der Personalabteilung, und zum 1. Januar 1959 wurde er als stellvertretendes Mitglied in den Vorstand berufen.
Ab dem 1. Oktober 1963 war er ordentliches Vorstandsmitglied, zuständig für das Ressort Personal- und Sozialwesen.
Von 1968 bis 1971 war ihm außerdem das Ressort Unternehmensplanung übertragen, das er aber wegen der Wahl von Joachim Zahn zum Vorstandsvorsitzenden abgab.
Schleyer hatte, anders als Zahn, den Ausbau der Nutzfahrzeugsparte bei Daimler forcieren wollen und hatte selbst das Amt des Vorstandssprechers angestrebt.

Schleyer war auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Pegulan-Werke AG, die sein Studienfreund und Corpsbruder Fritz Ries nach dem Krieg aufbaute.
1970 trat Schleyer in die CDU ein. Am 12. Februar 1970 wurde er zum Ehrensenator der Universität Innsbruck ernannt.
Von 1962 bis 1968 war Schleyer Vorsitzender des Verbandes der Metallindustrie Baden-Württemberg.
Nach 1971 konzentrierte er sich verstärkt auf seine Arbeit für die Arbeitgeberverbände.
Am 6. Dezember 1973 wurde Schleyer zum Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) gewählt.
Ab dem 1. Januar 1977 amtierte er zusätzlich als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Als Wirtschaftsfunktionär beklagte er mangelnde unternehmerische Freiheit im Nachkriegsdeutschland und sah in der Mitbestimmung ein „kommunistisches Machwerk“.
Durch seine harte Haltung in den Arbeitskämpfen der 1960er Jahre – umstritten sind etwa die Aussperrungen 1963 – avancierte Schleyer zum Feindbild für die Gewerkschaften, während ihm seine nationalsozialistische Vergangenheit Anfeindungen seitens der Linken einbrachte.
1977 lieferte sich Schleyer mit dem DGB-Vorsitzenden Heinz Oskar Vetter beim 8. St. Gallen Symposium ein Wortgefecht, das auch wegen seiner zeitlichen Nähe zu Schleyers späterer Entführung gewisse Bekanntheit erlangte.[15]

Entführung und Ermordung
Am 5. September 1977, im sogenannten Deutschen Herbst, wurde Schleyer in Köln-Braunsfeld von dem RAF-Kommando „Siegfried Hausner“ entführt.
Sein Fahrer Heinz Marcisz und die drei in einem Auto folgenden Leibwächter Reinhold Brändle, Roland Pieler und Helmut Ulmer wurden inmitten eines Kugelhagels von 119 Schüssen getötet.
Seine Entführer forderten von der Bundesregierung die Freilassung von elf inhaftierten RAF-Mitgliedern.

Die Regierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt entschied sich dazu, nicht auf die Forderungen einzugehen.
Dabei blieb sie auch nach der Entführung des Flugzeugs „Landshut“ am 13. Oktober 1977.
Sie ließ die Landshut am 18. Oktober auf dem Flughafen Mogadischu von der GSG 9 des Bundesgrenzschutzes stürmen.
Dabei wurden die als Geiseln genommenen Passagiere befreit.
In derselben Nacht töteten sich drei RAF-Gefangene in der Justizvollzugsanstalt-Stuttgart-Stammheim (Todesnacht von Stammheim).

Schleyers Angehörige hatten die Haltung der Bundesregierung abgelehnt und ein Lösegeld von 15 Millionen DM bereitgestellt, dessen Übergabe die Behörden verhinderten.
Daraufhin hatte Schleyers Sohn Hanns-Eberhard die Freilassung der RAF-Häftlinge beim Bundesverfassungsgericht beantragt.
Der Antrag wurde wenige Stunden vor Ablauf des letzten RAF-Ultimatums abgelehnt.
Das RAF-Kommando erschoss Schleyer. Seine Leiche wurde am 19. Oktober 1977 in Mülhausen (Frankreich) im Kofferraum eines Audi 100 aufgefunden.

Von den 20 identifizierten Personen des Täterkreises wurden 17 gefasst und rechtskräftig verurteilt, zwei bei der Verhaftung erschossen.
Eine Person wurde nicht gefasst und gilt als verschollen. Die noch lebenden Beteiligten haben den Namen des Todesschützen lange nicht preisgegeben.
Das Ex-RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock gab im September 2007 öffentlich an, dass Rolf Heißler und Stefan Wisniewski die Täter gewesen seien.[19]

Grabstätte auf dem Ostfilderfriedhof in Stuttgart

Merkmale

Geeignet für Typen (nach Dauer und Tageslage)

Alltagsrad

Mountainbike

Rennrad

Liegerad

Pedelec

Tandem

Anhänger / Dreirad

Tagestour

Tourdaten

Tourlänge Geschwindigkeit Oberflächenqualität Anstiege Höhenmeter
50 km 12 km/h fester Belag einzelne Steigungen 320 m