Am Samstag, 16. Mai gehört die Straße den Kindern!
Im Rahmen des Straßen-Baum-Fests startet und endet die Kidical Mass direkt in der Weingartenstraße.
Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung: Kinder und Familien erobern gemeinsam sicher und sichtbar die Straßen – für mehr Platz, Sicherheit und Lebensqualität im Alltag.
Ablauf:
14:00 Uhr – Treffpunkt & gemeinsames Schmücken der Fahrräder
Kommt bunt, kreativ und vielfältig!
14:30 Uhr – Start der Tour durchs Quartier
Wir fahren entspannt und so langsam, dass auch die Kleinsten selbst mitradeln können.
Nach ca. 45 Minuten sind wir wieder zurück am Straßen-Baum-Fest
Danach geht’s weiter:
Kinderdisco Spielraum Beats
Spielangebote für Kinder
Kuchentheke – Spenden & Mithilfe sind sehr willkommen!
Für die Vorbereitung und Durchführung sucht das Bündnis Kidical Mass Offenburg noch engagierte Eltern, die mit anpacken wollen.
Kommt vorbei, bringt Freund:innen mit und lasst uns gemeinsam zeigen, wie kinderfreundliche Straßen aussehen können.
Infos zur Kidical Mass: https://kinderaufsrad.org/
Offenburg / Ortenau
Wir wollen Städte und Gemeinden, in denen sich Kinder sicher und selbstständig bewegen können – zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem
Fahrrad. Ohne Angst. Ohne tägliche Gefahr auf Schulwegen, an Kreuzungen oder zwischen parkenden Autos.
Die Realität in Offenburg und der Ortenau sieht vielerorts anders aus: Unsichere Wege, fehlende Radverbindungen, zu schnelle Autos.
Eltern bringen ihre Kinder aus Sorge selbst zur Schule – und verschärfen damit genau das Problem.
Eine Stadt, die für Kinder sicher ist, ist für alle besser. Für ältere Menschen, für Familien, für Menschen mit Behinderungen –
und für das Klima.
Als Bündnis der Kidical Mass Offenburg fordern wir deshalb eine echte Mobilitätswende – mit dem Maßstab Kind. Keine Symbolpolitik
mehr, sondern klare Prioritäten: Sicherheit vor Geschwindigkeit, Lebensqualität vor Durchgangsverkehr.
Unsere Forderungen richten sich an die Stadt Offenburg, die Gemeinden der Ortenau, den Ortenaukreis sowie an Landes- und
Verkehrsbehörden.
1. Sichere Wege für Kinder – überall
Jede Schule und jede Kita braucht ein sicheres Umfeld:
durchgängige Geh- und Radwege, sichere Querungen, geschützte Kreuzungen und verkehrsberuhigte Bereiche.
Kinder dürfen sich nicht täglich durch den Autoverkehr kämpfen müssen.
2. Tempo 30 als Standard
Dort, wo Menschen leben, muss Sicherheit Vorrang haben. Tempo 30 innerorts muss die Regel werden – vor Schulen und Kitas noch
langsamer.
3. Sichere Radwege statt Alibi-Streifen
Wir brauchen ein lückenloses, baulich geschütztes Radwegenetz – breit genug für Familien, durchgängig zwischen Stadtteilen und
Gemeinden, ohne gefährliche Lücken.
4. Schulstraßen jetzt umsetzen
Vor Schulen gehört kein Autoverkehr. Schulstraßen müssen endlich Realität werden – für sichere Bring- und Holsituationen ohne Chaos.
5. Öffentlichen Raum gerecht verteilen
Mehr Platz für Menschen statt für parkende Autos: breitere Gehwege, sichere Aufenthaltsflächen, mehr Grün und ausreichend
beleuchtete Wege, die Sicherheit auch in den Abendstunden gewährleisten.
6. Selbstständige Mobilität ermöglichen
Kinder müssen ihre Wege wieder eigenständig zurücklegen können.
Das erfordert sichere Infrastruktur, echte Beteiligung und regelmäßige Schulwegchecks gemeinsam mit Kindern, Eltern und Behörden.
7. Vision Zero konsequent umsetzen
Kein Mensch darf im Straßenverkehr sterben. Verkehrsplanung muss sich konsequent an Sicherheit ausrichten – nicht am Verkehrsfluss.
8. Mobilität im ländlichen Raum stärken
Auch außerhalb der Städte braucht es sichere Radwege, bessere Bus- und Bahnverbindungen und echte Alternativen zum Auto.
9. Klimaanpassung mitdenken
Straßen müssen kühler, grüner und lebenswerter werden: mehr Bäume, weniger Asphalt, mehr Schatten – gerade auf Schul- und
Alltagswegen.
10. Beteiligung ernst nehmen
Mobilitätswende gelingt nur gemeinsam. Bürger:innen, Kinder und Initiativen müssen frühzeitig und verbindlich eingebunden werden.
Die Kidical Mass ist kein Nischenthema. Sie zeigt, wie gerecht und lebenswert unsere Städte wirklich sind.
Wenn Kinder sich sicher bewegen können, gewinnen alle.
Deshalb radeln wir auf der Straße.
| Aktionen, bei denen Rad gefahren wird |
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